Hunger

by Frei Schnauze!

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released January 1, 2011

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Frei Schnauze! Berlin, Germany

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Track Name: Hunger nach Gewalt
Es ist die Wut, die meine Seele verzehrt –
Der Hass in mir, der mir den Weg versperrt!
Die Agression, die mir die Augen blendet –
Der Hunger nach Gewalt, der meinen Frieden pfändet!

Zieh' auch du deine Nummer und dann stelle dich hinten an –
In die Schlange derjenigen, die ich nicht leiden kann!
Mein Name ist "Mensch" und ich vergessen mich –
Wenn man mich unterdrückt, dafür räche ich mich!

Refrain:
Blut fließt? Geld floss! – Blut fließt weil Geld floss!
Nur das Blut ölt das Rad der Geschichte!
Nur das Blut ölt das Rad der Geschichte!
Nur das Blut!

In einem Wahn an Empörung erzürnt es mich –
Das Elend dieser Welt! Und doch tangiert es nicht!
Respekt ist mir fremd und doch bestehe ich darauf –
Verweigere ihn mir und du bekommst eine drauf!

Es ist der Hunger an Gewalt der meinen Frieden pfändet –
Frustration die meine Seele schändet!
Verzweiflung und Angst vor meinem wahren Gesicht –
Mein Name ist "Mensch" und dafür hasse ich mich!

Refrain:
Blut fließt? Geld floss! – Blut fließt weil Geld floss!
Nur das Blut ölt das Rad der Geschichte!
Nur das Blut ölt das Rad der Geschichte!
Nur das Blut!

Ich jage mich! Ich töte mich! Ich kenne mich! Ich räche mich!
Verachte mich! Verfolge mich! Vergase mich! Vernichte mich!
Ich kaufe mich! Ich kette mich! Ich mäste mich! Ich fresse mich!
Verleugne mich! Verkslave mich! Missbrauche mich! Beherrsche mich!

Nur das Blut ölt das Rad und es dreht sich durch mich –
Mein Name ist "Mensch" und deshalb töte ich!
Nur das Blut ölt das Rad und es dreht sich durch mich –
Mein Names ist "Mensch" und deshlab töte ich MICH!

Text: Thommäs
Track Name: Moralischer Krüppel
Oft schon darüber nachgedacht, ist nun die Zeit gekommen
Etwas anzusprechen, das viel zu selten in den Mund genommen:
Ein Thema das die Gesellschaft quält –
Ein Mund der nicht spricht! Ein Herz das nicht fühlt!

Zuerst den eig'nen Geist ummauert, steht nun die Freiheit vor Gericht!
Einem Volke tätowierte man die Kälte in's Gesicht!
Wahrheit? Würde? Werte? – Sie interessieren hier nicht!
Zu entfliehen scheint unmöglich, denn die Schotten sind dicht!

Refrain:
Schotten dicht! Wehe dem der als erster das Schweigen bricht!
Schotten dicht! Man redet, man hört, man fühlt hier nicht!
Schotten dicht! Einer kritisch-freien Meinung bedarf es hier nicht!
Genauso wollen sie dich! Denn als moralischer Krüppel widersprichst du nicht!
Die Kälte im Gesicht!

Ein freier Wille unter Wasser ertränkt den Widerstand im Keim!
Habt längst verlernt zu hinterfragen? Das gefällt! So sollt ihr sein!
Konditioniert zum größten Nutzen: Zum humanen Kapital!
In einem Markt der Überwachung stirbt geistiges Potential!

Und ihr wisst es genau, doch ihr traut euch nicht?
Ihr wollt schreien, doch ihr schweigt unter Beamtenaufsicht?
Mit dem Knebel der Nation auf neuem Kurs wie es mir scheint
Wurde freier Geist klangheimlich von Sicherheit eingezäunt!

Refrain:
Schotten dicht! Wehe dem der als erster das Schweigen bricht!
Schotten dicht! Man redet, man hört, man fühlt hier nicht!
Schotten dicht! Einer kritisch-freien Meinung bedarf es hier nicht!
Genauso wollen sie dich! Denn als moralischer Krüppel widersprichst du nicht!
Die Kälte im Gesicht!

Text: Thommäs
Track Name: Der Faustschlag
In einem Land in dem jeder Tag mit einem neuen Mord beginnt
In einem Land in dem aus Kugelschreibern noch immer blutrote Tinte rinnt
Wo die schweigende Masse der Stacheldraht auf ihrem Sicherheitsgemäuer
Steht am Anfang das Wort – steht am Ende das Feuer!

Wo die Wänster vollgeschlagen, doch die Köpfe weiter leer
Wo der Wohlstand hoch getragen, tangiert der Missstand sekundär
Wo ein Leben wenig kostet erkauft man Unschuld sich gar teuer
Stand am Anfang noch das Wort – steht am Ende nun das Feuer!

Refrain:
Auf das verbrannte Erde und schwarze Asche
zu neuem Nährboden werden – das unser Saatgut erwache!
Für Ideen und Visionen – für eine neue Zeit!
Zu einem Faustschlag in's Gesicht jeglicher Obrigkeit!
Ich schlage zu! Ich raste aus! Ich drehe durch! Ich haue drauf!

In einem Land in dem sich nur noch die wenigsten fragen
Weshalb so vielen hier das Maul verboten – sich so viele nichts zu sagen wagen
In einem Land in dem sich Dummheit und Selbstherrlichkeit dicht drängen
Könnt ihr Reden schwingen wie ihr wollt – am Ende wird es brennen!

Und ja, ich spreche es aus: Ich habe ein Problem!
Mit der gekünstelt heilen Welt, denn auf ihr wuchert ein Ekzem!
Ihre juckende Fassade lässt mich kratzen bis auf's Blute!
Es ist die Menschheit die hier wuchert – Minute für Minute!

Refrain:
Auf das verbrannte Erde und schwarze Asche
zu neuem Nährboden werden – das unser Saatgut erwache!
Für Ideen und Visionen – für eine neue Zeit!
Zu einem Faustschlag in's Gesicht jeglicher Obrigkeit!
Ich schlage zu! Ich raste aus! Ich drehe durch! Ich haue drauf!

Text: Thommäs
Track Name: Nackt
Meine Damen und Herren, werte Yuppies, bitte leise!
Setzt euch hin und hört mir zu! – Ich nehm euch mit auf eine Reise.
Eine Reise in eine für euch unbekannte Welt,
Ich lad euch ein auf einen Trip durch meine Gedankenwelt:

An manchen Tagen denke ich, ich ticke nicht richtig.
Warum gehen alle Leute andere Wege als ich?
Selbst in einem Pulk aus Menschen bin ich mit mir allein.
Einerseits fühl ich mich frei, andererseits will ich es sein.
Wieso rennen alle geradeaus? Wo wollen die nur hin?
Wieso möchte ich hier raus und stecke dennoch mittendrin?
Ich sehe viel zu viele Menschen hinter Masken verborgen,
Die auf der Suche nach Veränderung den Lebensmut verloren.
So viele geben sich auf, weil sie irgendwas bedrückt
Und jeder findet das normal – genau das macht mich verrückt!
Hier läuft einiges schief, aber nicht wegen mir.
Nein, nicht Ich bin verrückt, die Verrückten seid ihr!

REFRAIN:
Ist es normal, nur weil es jeder so macht? Ist es normal?
Ist es normal, nur weil es jeder so macht? Ist es normal?
Ist es normal, nur weil es jeder so macht? Ist es normal?
Ist es normal? Ich mache es nicht! Nicht mit mir!

Wisst ihr, ich möchte einfach bleiben. Und zwar so wie ich bin!
Und Ich weiß, dass ich da sicherlich keinesfalls der Einzige bin.
Viele lassen sich gehen, viele lassen sich hängen,
Viel zu viele davon in die defensive Ecke drängen.
„Die Welt verändern!“ denk ich und werd dafür ausgelacht.
Doch würden alle so denken, wär die Arbeit schon gemacht!
In einer Welt wo kontra produktiv, sozial jedoch nur teuer ist,
sei froh wenn du als Einziger nach Scheiße, statt nach Deo riechst!
Denk einfach kurz darüber nach und dann frage ich nochmal:
„Wer sind hier die Verrückten und wer ist hier normal?“

REFRAIN:
Ist es normal, nur weil es jeder so macht? Ist es normal?
Ist es normal, nur weil es jeder so macht? Ist es normal?
Ist es normal, nur weil es jeder so macht? Ist es normal?
Ist es normal? Ich mache es nicht! Nicht mit mir!

Und so stehe ich nun hier und mache mich vor euch nackt.
Durch mangelndes Verständnis wirkt das natürlich recht abstrakt.
Es gibt noch viel mehr Dinge die mich quälen, so vieles macht mich echt verrückt.
Ihr wollt noch mehr darüber hören? Dann lauscht einfach dem nun folgenden Stück!

Text: Thommäs
Track Name: Ohnmacht
Schon wieder einer der Tage, die ich nicht länger ertrage
Weil ich hinterfrage – mich mit Erkenntnissen plage!
Tage, an denen ich die Ohnmacht sehen kann
Die uns überall erwartet – die niemand leugnen kann!

Solche Tage sind für mich nur sehr schwer zu verdauen
Statt hinunter zu schlucken, bin ich am Wiederkauen!
Weil ich es auskutzen, breittreten, hinausschreien muss:
Das Gefängnis der Freiheit – Ohnmacht im Überfluss!

Refrain:
Ich bin nicht allein!
Viel zu viele hören die Stimme ihrer Ohnmacht schreien!
Nur wortlos, blind und taub
Wird die Gesellschaft der eigenen Stimme beraubt!

Tag Zwei – Depression schreitet voran
Weil ich die Ohnmacht in mir nicht mehr betäuben kann!
Der Hunger nach Ausbruch aus der Realität
wird zum Durst nach Gewalt – nach Brutalität!

An solchen Tagen werde ich zum menschlichen Schwein!
Muss destruieren um meinen Geist zu befreien!
Flucht ist unmöglich denn der Weg heraus
Endet im gleichen Sumpf, in dem ich mein Bewusstsein ersauf'!

Refrain:
Ich bin nicht allein!
Viel zu viele hören die Stimme ihrer Ohnmacht schreien!
Nur wortlos, blind und taub
Wird die Gesellschaft der eigenen Stimme beraubt!

In meinem Schädel herrscht ein Kampf der Gewalten:
Himmel und Hölle wollen meine Seele spalten!
Ein Sonnenstrahl trifft tiefes Schwarz und mir wird sonnenklar:
Manchmal muss man drüber stehen und deshalb sag ich mir:

"Ist doch scheißegal!
Manchmal macht SKA die Welt normal!
Ach scheißegal, ich höre SKA!
Alles scheint kurzzeitig normal!
Ist doch scheißegal!"

Der Song ist aus – Tag Drei beginnt:
Erneutes Kotzen das mich zwingt
Die Augen wieder zu verschließen –
Nur ignorant lässt sich genießen
Was off'nen Auges unerträglich,
Unverständlich, unumgänglich:
Das reale Bild? Es kotzt mich an!
Ich schalt' den SKA-Song besser wieder an!

Text: Borch & Thommäs
Track Name: Der innere Kampf
Du redest zwar laut, doch du sagst rein nichts?
Du rennst wie gehetzt, doch du bewegst dich nicht?
Du taumelst und fällst, doch du prallst nie auf?
Ein Startschuss ohne Zieleinlauf?

Die Sekunden rennen? An deinem Tau zieht das Leben?
Durch Angst auf Flucht trainiert? Doch ohne Ziel schient sie vergebens?
Du siehst nur einen Ausweg? Selbst dessen Richtung gab man vor?
Geh deinen eigenen Weg! Sei dein eigener Autor!

Refrain:
Höre endlich auf vor dir selbst zu fliehen!
Beginn' verdammt nochmal das Steuer in die eig'ne Hand zu nehmen!
Kämpfe! Wer einsam steht der einsam fällt!
Stehe endlich auf und stelle dich dir selbst!

So vieles macht dich kaputt? So vieles geht dir auf den Sack?
Nach Zielen suchend ergreifst du Flucht? Du setzt dich schachmatt?
Fehlt deinem Mut zur Tat auch die Kraft zum Kampf?
Dann scheitert deine Flucht leicht an einem Wadenkrampf!

Kaum ist Gestern Heut' ist Morgen schon hier?
Deine Jugend suchend, steht sie längst neben dir!
Ist es die Angst nicht zu wissen an welchem Punkt man steht?
Lässt du dich lenken gehst du drauf! Geh deinen eigenen Weg!

Refrain:
Höre endlich auf vor dir selbst zu fliehen!
Beginn' verdammt nochmal das Steuer in die eig'ne Hand zu nehmen!
Kämpfe! Wer einsam steht der einsam fällt!
Stehe endlich auf und stelle dich dir selbst!

Text: Thommäs
Track Name: Schlachtruf der Idioten
Die Waffen wieder in den Händen?
Imperialer Aufmarsch der Gewalt!
Erstaunlich welche Parallelen im Laufe uns'rer Zeit entstehen,
wenn erst der Schlachtruf der Idioten wieder durch die Presse hallt!

Nach Frieden und Freiheit hört man sie schrei'n
Zum Wohle des Volkes – das leuchtet ein!
Doch die Wahrheit hat ein anderes Gesicht:
Mit einem feisten Grinsen belügt sie dich!

Refrain:
Frieden? Freiheit? Wohlstand? – Schöne heile Welt?
Frieden? Freiheit? Wohlstand? – Trügerisches Bild!
Denn Frieden ist Lüge! Freiheit ist Lüge! Wohlstand ist Lüge!
Frieden für den Krieg? Für den Profit!

In den Medien den Krieg zur Unterhaltungsshow szeniert!
Kriegsberichte sind zensiert – Ängste werden propagiert!
Mit rotem Blut nach ihrem Maß das Volk zum Fraße animiert
Wird zwischen Werbeblock und Wetter ein neues Feindbild generiert!

Ihr sollt glauben! Fressen! Sollt nicht länger hinterfragen!
Mit retuschierten Bildern schlagen sie der Wahrheit in den Magen!
Bis zur Besinnungslosigkeit mit Trugbildern konfrontiert
Die euch blenden – eine Täuschung, die die Sinne verwirrt!

Die euch verführt!
Die euch den Blickwinkel diktiert!

Während Menschen brennen und Bomben fliegen
Erzählen sie noch immer, sie brächten dir den Frieden?
Existenzen vernichtet? Familien entzweit?
Das ist nicht deine, sondern ihre Freiheit!

Während sie sich später sonnen treibt dein Kadaver am Strand!
Das wird nicht deiner, sondern ihr Wohlstand!
Das reale Bild gehört nicht mit zu dieser Politik!
Ihr Prinzip ist zu blenden – zu Lügen für den Krieg!

Refrain:
Ihr specht von Frieden? Von Freiheit? Von Wohlstand? – Schöner, heiler Welt?
Von Frieden? Von Freiheit? Von Wohlstand? – Trügerisches Bild!
Denn Lüge ist Frieden! Lüge ist Freiheit! Lüge ist Wohlstand!
Lügen für den Krieg? Für den Profit!

Für ihren Sieg!

Text: Thommäs
Track Name: Der eigene Tod
Es ist uns bewusst, dass der Text von diesem Lied
Einer ganzen Menge unter euch gehörig vor die Fresse tritt!
Um ehrlich zu sein ist das mit Absicht so bedacht
Weil ohne Schmerzen niemand seine müden Augen aufmacht.
Damit wären wir dann auch beim heutigen Problem:
Ich schau in eure Augen, doch ich kann darin nichts sehen.
Es ist die Leere die euch eingenommen, der Trott der euch bestimmt.
Folgsamkeit die euch die Lust am Leben nimmt.

[Refrain]
Wo ist das lodernde Feuer, das in euch tobt?
Wo ist das lodernde Feuer, das in euch tobt?
In euren Augen seh' ich Leere. Seh' euren eigenen Tod.
Wo ist das lodernde Feuer? Das Feuer?!!
Wo ist das lodernde Feuer? Es ist euer!!!
Wo ist das lodernde Feuer, das in euch tobt?
Wo ist die Leidenschaft am Leben? Ohne sie seid ihr tot.

Eines ist klar: Veränderung fällt schwer!
Und jetzt heult nicht rum, dass dies vielleicht zu anstrengend wär!
Ich frage euch was bleibt wenn ihr die Hoffnung verliert?!
Euch treiben lasst und mit allem mit marschiert?

Denn das ist der Trott, der euch die Augen gebrochen.
Der euch die Freude und den Spaß an eurem Leben genommen.
Wenn ihr euch jetzt nicht bewegt, habt ihr noch immer nicht kapiert:
Ihr gehört zur stillen Masse, die lieber schweigt statt reagiert!

Das Unmögliche - wann hast du es das letze Mal gedacht?
Ironie - wann zuletzt über Deiner selbst gelacht?
Sollst genügsam und bescheiden sein, am Kleinen deinen Geist erfreuen,
doch ohne Mut dich zu bewegen erreichst du nichts in deinem Leben!

[Refrain]
Wo ist das lodernde Feuer, das in euch tobt?
Wo ist das lodernde Feuer, das in euch tobt?
In euren Augen seh' ich Leere. Seh' euren eigenen Tod.
Wo ist das lodernde Feuer? Das Feuer?!!
Wo ist das lodernde Feuer? Es ist euer!!!
Wo ist das lodernde Feuer, das in euch tobt?
Wo ist die Leidenschaft am Leben? Ohne sie seid ihr tot.

Text: Thommäs
Track Name: Vor und zurück
Wir ertrinken in Informationen und doch dürsten wir nach Wissen
Sind miteinander vernetzt und kämpfen dennoch stets allein!
Wir ernähren uns gesund und doch wird geistig dünn geschissen
Haben Erkenntnis gewonnen und sehen dennoch nichts ein!

Wir rudern ständig voran, doch trampeln stets auf einer Stelle
Selsbtständig sind wir nicht – nicht ohne führende Hand!
Wir wissen immer alles besser und sind dennoch nicht helle
Was uns fehlt ist nicht viel – ist nur ein wenig Verstand!

Refrain:
Vor! Vor? Zurück! Vor? Zurück! Vor? Zurück! – Wir bewegen uns kein Stück!
Ziellos steuernd auf ein Riff – Wir saufen ab!
Vor! Vor? Zurück! Vor? Zurück! Vor? Zurück! – Wir bewegen uns kein Stück!
Ziellos steuernd auf ein Riff – In unser Grab!

Wir blicken tief in's Universum doch achten nicht auf unsere Welt!
Welcher Weg wird hier beschritten? Welches Spiel wird hier gespielt?
Wir suchen ständig nach der Antwort doch ward' die Frage nie gestellt!
In den Köpfen brennt ein Feuer doch das Herz schlägt unterkühlt!

Die Route vorgegeben ist das Ziel noch unbenannt!
Jeder weiß: "Nach vorn!" doch wer "wohin" mit diesem Land?
Mit jedem neuen Peitschenhieb treibt der Schmerz uns im Akkord!
In einem Strudel ohne Ausweg neigt das Schiff sich steuerbord!

Refrain:
Vor! Vor? Zurück! Vor? Zurück! Vor? Zurück! – Wir bewegen uns kein Stück!
Ziellos steuernd auf ein Riff – Wir saufen ab!
Vor! Vor? Zurück! Vor? Zurück! Vor? Zurück! – Wir bewegen uns kein Stück!
Ziellos steuernd auf ein Riff – In unser Grab!

Wir saufen ab!

Text: Thommäs
Track Name: Falsche Werte
Das Leben nur dem Ziele dienend zu folgen,
Ihr seid blind im Glauben!
In der Hoffnung auf Erlösung,
Ein Heer aus Blinden und aus Tauben
Den alten Mann im weißen Kleid
Habt ihr zum Mythos euch erkoren,
Doch seht ihr nicht? Versteht ihr nicht?
Euer Kreuzzug längst verloren!

Ref.:

Und ich lache und ich lache und ich lache über euch!
HA! HA! HA! HA! HA! HA! HA! HA!

Im irren Wahn glaubt ihr euch selbst
Als aller Schöpfung Krone
Durch eitle Nabelschau geblendet,
Seht ihr euch auf dem Throne der Welt.
Seid doch Partikel nur,
Verstört durch falsche Werte
Denn niemals ihr in Frage stellt
Was irgendwer euch lehrte!

Ref.:

Und ich lache und ich lache und ich lache über euch!
HA! HA! HA! HA! HA! HA! HA! HA!

Text: Falk
Track Name: Graue Stadt
Wo zwischen Häusern in der grauen Stadt,
die Menschen wie das Vieh getrieben.
Wo kein Gefühl ach Platz noch hat,
haben Körper aneinander sich gerieben.
Du liegst kalt in meinem Arm,
nichts mehr als totes, weißes Fleisch.
Versteckst den Ort wo’s ist noch warm
im tiefen schwarzen Seelenteich.

Ref.:
Und über mir an der kahlen Wand, da hängt die Uhr die tickt.
Unumstößlich Stund für Stund das Ende näher rückt.

Break:
Du öffnest die Augen! Dein leerer Blick, sagt mir Du fandest nie das Glück.
Das ohnmächtig und voll Verzweiflung, Du gesucht als Hoffnung und Heilung.

Gefühllos geh‘ ich durch dies Leben und kann die Messer gut verstehen,
die Schmerzen woll’n dem Fleisch nur geben und es mit Narben übersäen.
Doch stumm bleibt es in meiner Brust, kein kleines Regen zu vernehmen
und Sehnsucht packt mich nach der Lust, die ich noch fand im letzten Leben

Ref.:
Und über mir an der kahlen Wand, da hängt die Uhr die tickt.
Unumstößlich Stund für Stund das Ende näher rückt.

Text: Falk
Track Name: Faule Sau
Es klingelt! – Ach der Gerichtsvollzieher!
Das ist ja nichts Neues! Der kommt immer mal wieder!
Gestern Heißwasser, letzte Woche der Strom –
Die Kündigung kam vor Monaten schon!

Räumungsklagen werden bald im Briefkasten liegen!
"Jewaltfrei wer'n se mich hier nich rauskriej'n!
Watt se nur woll'n? Ick tu doch nieman'em weh!"
Und das alles nur weil ich nicht arbeiten geh'?!

Refrain:
Sie nennen mich: "Faule Sau!"
Und doch wissen sie ganz genau,
Dass jeder, der sozial enteignet'
Zum Überleben schwarz arbeitet.

Morgen muss ich schon wieder zum Arbeitsamt gehen:
Stundenlang in der Schlange vor dem Schalter anstehen!
Mit Sanktionen und 'ner Vorladung werden sie mir drohen
"Is' mir wurscht! Bei mir jibbet eh nüscht zu hol'n!"

"Arbeitsunwillig?" "Also hör'n se mal!"
Ich schrei ihm in's Gesicht: "Du Penner kannst mir ma!"
Die Quittung dafür landet dann wohl auch bei mir
Und schon eine Woche später stehen die Bullen vor der Tür!

Refrain:
Sie nennen mich: "Faule Sau!"
Und doch wissen sie ganz genau,
Dass jeder, der sozial enteignet'
Zum Überleben schwarz arbeitet.

Wie sollte es auch anders sein, schreibt mir die Staatsanwaltsfrau
Ich könne nichts bezahlen, also: "Ab in den Bau!"
An Händen und Füßen hat man mich fest gebunden!
Gepeinigt! Gematert! Seit zahllosen Stunden!

Hier bin ich nun im Zaum der Imperialisten!
Gefangen zwischen Triebtätern, Mördern und Faschisten!
Eingesperrt gehör' ich nun zum Abschaum der Menschheit –
Auf ewig gebranntmarkt und zum Assi verurteilt!

Text: Butthead & Thommäs